Mein Dankeschön an 2017

Tastatur

Wenn das Herz voll ist, fließt die Tastatur über ….
Diese Zeilen entstanden Ende November –
sind aber  wie geschaffen, um zum Jahreswechsel hier zu stehen … Weiterlesen

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Die Weihnachtsbrief-Challenge

Die nächste verrückte Challenge …

Dieses Jahr lassen sie mich nicht los – und sie lassen mich stetig wachsen!

Diesmal challenge ich nur mit mir selbst. Schon seit Jahrzehnten wird mir kein selbst gemachter Adventskalender mehr geschenkt. Aber von mir wird er gern entgegen genommen. Da hatte ich die Nase voll und beschloss, das einfach dieses Jahr selbst zu übernehmen.

Gesagt getan – was wollte ich mir schenken? Natürlich das Wertvollste was ich zu geben habe – Zeit!

Und weil ich ein unverbesserlicher win-win Verfechter bin, sollten andere natürlich auch profitieren.

Die Idee die daraus entstand: dieses Jahr wird an jedem Abend im Dezember ein Weihnachtsbrief geschrieben. So habe ich Zeit für mich – außerdem einen Empfänger der sich (höchstwahrscheinlich) freut – und den Stress mit den Last-Minute-Weihnachtskarten deutlich minimiert.

Verrückt? Mag sein – aber dennoch bestechend logisch.

Es nahte der 1. Dezember. Ich saß lange mit einer Freundin beisammen. Erst um kurz vor Mitternacht trennten wir uns. Wollte ich jetzt wirklich noch mit Schreiben beginnen?

Ja – ich wollte! Schnell ruckzuck anfangen – nicht zu lange nachdenken.

Und die Worte flossen mühelos aufs Papier.

Heute Tag 2 – ich war gespannt was abends passieren würde – aber – Hurra – auch heute siegte der Spirit des Sich-Selbst-Beschenkens. Brief 2 ist fertig.

Ich denke es läuft nun – ich freue mich tatsächlich auf den täglichen Brief.

Ist das dann eigentlich noch eine richtige Challenge???

Mit glücklichen Kinderaugen

grüße ich herzlich

Lydia Gajewsky

Bist Du ein schwieriger Mensch?

Teufelchen

 

Gibt es so etwas wie schwieriges Obst? Ja, vielleicht Quitten – die sind ganz schön schwer zu schälen. Aber die Marmelade schmeckt extrem lecker!

Gibt es schwieriges Wetter? Weiterlesen

Gegen den Strom – schneller am Ziel

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Die Bahn und ich – wirklich keine langweilige Beziehung….

Tatsächlich gibt es erstaunlich viele Menschen, die gar nichts davon mitbekommen haben, wie sehr Orkan Xavier den Bahnverkehr durcheinander gewirbelt hat. Die anderen, die sich solches Nichtwissen kaum vorstellen können, Weiterlesen

Koffer schwer – Herz leicht

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Es ist passiert- ich habe es tatsächlich getan. Ich habe den Satz „ich kann nicht mehr“ über die Lippen gebracht. Ohne Verpackung und Beschönigung – ohne strategische Hinterabsichten – einfach nur geradeaus.  Weil es stimmt!

Ich hatte mich auf das Gespräch gut vorbereitet. War tief in mich gegangen, hatte geprüft, ob ich es aushalten werde, Weiterlesen

Wenn es dreimal kräftig knallt

Eine Woche hat 7 Tage, jeder Tag 24 Stunden, jede Stunde hat….. ja ich weiß dass das jeder weiß – also anders:
Ich habe Urlaub. 3 Wochen lang. Luxus – seit Jahren mal so lange am Stück! Ich plane alles sehr entspannt – z. B. reichlich Zeitreserven. Zeit zum Kofferpacken vorher, 2 Wochen unterwegs mit mehreren Standorten (Wandern, Konzert, Freunde besuchen…) und Zeit zum Wäschewaschen hinterher.
Ich organisiere, dass die pflegebedürftigen Familienangehörigen die ich betreue, gut versorgt sind.
Mein Handy nehme ich mit. Mit dem kleinen Gedanken „früher war man im Urlaub nicht erreichbar – das war auch ganz schön…“
Dieser Gedanke wird mich noch einholen…..

Eine Woche lang (siehe Zeitrechnung oben) läuft alles prima. Wanderurlaub. Viel Wald und Grün und Berge und Lachen und Luft und Essen und Schlafen. Ich nehme meine Eigenverantwortung ernst und fülle meine Energiespeicher wieder auf. Entferne das schlechte Adrenalin aus meinem Körper, das durch die (auch objektiv betrachtet) zu große Mehrfachbelastung da herum kreist.
40-Stunden-Vollzeitjob, Wochenendehe in 300 km Entfernung. Dort Rohbau-Wohnungssituation und ein gesundheitlich stark angeschlagener Ehepartner.
Am Standort 3 (wiederum 400 bzw. 250 km entfernt von den anderen Standorten) dann Gesetzliche Betreuung für ein Familienmitglied mit Handicaps in einem Wohnheim sowie die finanzielle, organisatorische und mentale Betreuung inklusive Waschen und Einkaufen etc. für meine fast blinde 94jährige Mutter die unbedingt weiter alleine wohnen will.
Ja – das ist zu viel. Nein – ich kann keinen Beteiligen fallen lassen. Nein – wenn die anderen nicht daran mitarbeiten dann wird das System mit einem Knall explodieren. Oder ich…….

Wie gesagt – eine Woche lang hält das System. Und dann kommt Knall Nummer 1 – Orkan Sebastian verwüstet meinen zuhause-Garten und fällt einen 20 Meter hohen Baum. Ehemann kümmert sich – ist aber hörbar „am Anschlag“. Viele Telefonate folgen…..
2 Stunden nach Knall 1 folgt Knall 2: Mutter hat einen Zusammenbruch. Ja – sie ruft MICH an. Nein – sie ruft NICHT das Notfalltelefon an (wofür sie ihr Armband trägt). Nein – sie ruft auch nicht den Pflegedienst an – oder meinen Bruder – oder …..
Vom Ausland aus organisiere ich also (zwischen den Telefonaten wegen des Orkans) dass sie zum Notarzt kommt. Um Mitternacht entlässt man sie nach hause….. um halb sieben am nächsten Morgen weckt sie mich mit dieser „frohen Botschaft“.
Ich organisiere eine geregelte Einweisung in die Klinik. Und denke verstärkt über Urlaubsabbruch nach. Für wen habe ich die größere Verantwortung? Für mich? Für die von mir betreute Mutter? Die Ihre eigene Verantwortung nicht wahrnimmt und Hilfe (von allen außer mir) nicht annimmt?
Ich entscheide mich für mich selbst und bleibe.

Die nächsten Tage sind gekennzeichnet von unzähligen Telefonaten. Bis Mutter in der Klinik ein Telefon hat sind unglaubliche Klimmzüge erforderlich. Die Klinik kann dies nicht ermöglichen. Man muss fähig sein, einen Automaten an der Pforte zu bedienen…
Das Pflegepersonal darf das Diensttelefon keinem Patienten geben und keine Auskunft über den Zustand der Patienten geben. Um einen Arzt zu sprechen sind minimal 8 Anrufversuche erforderlich – zu 4 verschiedenen Uhrzeiten…..

Irgendwann „läuft“ das alles. Scheinbar ruhiges Fahrwasser… Bis die Telefonkarte aufgebraucht ist und Mutter keine Nachzahlung machen (lassen) will. Sie ist nicht erreichbar und die Familienmitglieder rufen bei mir (!!) an, um zu hören wo sie steckt und was los ist…. was ich auch erst nach vielen eigenen Telefonversuchen erfahre.

Die Modalitäten für nach der Entlassung kann ich ihr mangels Telefon nicht erklären. Ich habe Kurzzeitpflege organisiert. Das ist mit ihr abgesprochen. Mindestens bis ich zurück bin. Sie kennt das Heim weil sie bereits jeden Mittag dort isst. Sie kennt die Leute dort und fühlt sich (als Besuch!!) wohl. Es sind 50 Meter von ihrem Hauseingang bis dort hin. Die Absprachen mit Klinik und Heim mache ich vom Oktoberfest aus. Ich habe weiter an meinem Urlaubsplan festgehalten und bin mit einer Freundin dort unterwegs.

Den Arzt der sie entlässt, versteht sie nicht. Andere Muttersprache. Starker Akzent. Nur so ist wohl Knall 3 erklärbar. Heute früh 10 Uhr. Anstatt in der Kurzzeitpflege aufzutauchen (wohin der Krankentransport gehen sollte) ruft sie mich aus ihrer Wohnung an. Stolz und zufrieden aber auch kleinlaut. Wie es denn nun weitergeht……
Sie hat den Taxifahrer wohl zur gewohnten Haustür gelotst und sitzt nun dort ohne Pflegedienst und ohne Notfallknopf. Ohne Arzt, Medikamente, Plan was sie wann nehmen soll. Ohne Essen das noch genießbar ist.
Und in einer halben Stunde geht mein Zug……
Es ist noch nicht mal eine Woche vergangen seit Knall 1…

Und jetzt?
Frage: wie hält man oder frau es aus, für sich selbst zu sorgen und in diesem Interesse verantwortlich zu handeln wenn dabei liebe Menschen auf der Strecke bleiben, weil sie nicht bereit sind ihre eigene Verantwortung zu tragen oder abzugeben und das Ergebnis zu akzeptieren?
Ich habe die Wahl, selbst zu zerbrechen oder von meiner Mutter nun einzufordern, dass sie in vollstationäre Betreuung geht. Für Sie das Schlimmste was sie sich vorstellen kann.
Ich schreibe das aus dem Zug der mich in mein Baustellenzuhause zurück bringt wo ich mir den verwüsteten Garten ansehen werde. Und heute Abend vielleicht Neues über meine Mutter erfahre…

Mit nachdenklichen Grüßen
Lydia Gajewsky

Immer einmal mehr…

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….aufstehen, wenn man hingefallen ist.

….umdrehen, wenn der Weg nicht stimmt.

….Anlauf nehmen, wenn zwischendurch die Puste ausgegangen ist.

…..tief durchatmen, wenn es mir die Kehle zuschnürt.

…..an das gute Ende glauben.

….verzeihen und neu anfangen.

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Geburtstags Ausflug – mit der Frau meines Lebens


Für alle die jetzt ins Grübeln geraten – einfach mal den YouTube-Link am Ende des Beitrages anklicken und zuhören.
Ja – heute hab ich Geburtstag. Und ich hatte mir genau zwei Dinge gewünscht: eine schöne Wanderung und Weiterlesen

Wenn aus Müttern Kinder werden …

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… dann ist das nicht wirklich lustig.

Rückblick – Ende Januar 2017 –  Start für ein Wahnsinns-Projekt
Die erste Runde beginnt am Tag nach ihrem 94. Geburtstag. Da bitten wir sie, für ein paar Tage (es wurden dann 5) im gegenüberliegenden Seniorenwohnheim in Kurzzeit-Pflege zu gehen, damit wir ihre Wohnung in einen akzeptablen Zustand versetzen können. Weiterlesen